Liebe Freunde des PranaHauses,
auf den ersten Blick verwundert der Titel etwas; denn wie kann man in die Freiheit »einbrechen«? Der englische Originaltitel Freedom from the Known (Freiheit vom Bekannten) wäre sicher besser geeignet gewesen, zumal es genau um dieses Thema geht: Das Freiwerden vom Altbekannten, vom Allzuvertrauten.
Krishnamurti, der ein Meister in der Beobachtung des Menschen war, erkannte messerscharf, auf welche Weise Traditionen, nicht hinterfragte Überlieferungen oder liebgewonnene Vorurteile den Einzelnen vom Erkennen der Wahrheit abhalten. Das Verharren auf dem Alten, das beruhigend vertraut ist, verhindert den Aufbruch zum Neuen, zu wirklicher Freiheit, die in ihrer Unvertrautheit nicht selten Angst auslöst. Daher lebt der größte Teil der Menschheit eher in der Vergangenheit als im JETZT.
Als Krishnamurti vor vielen Jahren einmal gefragt wurde, wie er seine Lebensaufgabe definieren würde, antwortete er spontan: »Den Menschen absolut und bedingungslos zu befreien!« Diesem Ziel widmete er sein einzigartiges, neunzig Jahre währendes erfülltes Leben.
Einbruch in die Freiheit ist ohne Zweifel die beste und tiefste Zusammenfassung seiner Gedanken. Ich stelle dieses Meisterwerk auf eine Höhe mit der »Bergpredigt« oder Buddhas »Dhammapadam«. Wer die Kapitel über »Angst«, »Freiheit« oder »Liebe« liest, bekommt aus diesen Seiten ein Geschenk für sein gesamtes Leben. Diese Texte sind wahrhaft ein »Licht in der Dunkelheit«. Sie schenken Geistesklarheit und machen Mut, unerschrocken und auf die eigene innere Freiheit vertrauend den ureigenen geistigen Weg zu beschreiten.
Krishnamurti hat immer die Stille gesucht. Er hat nie laute Werbung für sich oder seine Gedanken gemacht. Seine Wirkung geht von einem inneren Erwachen und Berührtwerden aus. Wenn Sie seine Worte in eben dieser Stille und inneren Achtsamkeit lesen, wird sich Ihr Leben tiefgreifend verändern. Sie werden sich nie mehr fremdbestimmen lassen, sondern mutig Ihr Leben in die eigenen Hände nehmen - auf dem Pfad des liebevollen Dienens in Demut und Dankbarkeit.
Ich lege Ihnen dieses Buch besonders ans Herz - es gibt nichts Vergleichbares!
Mit guten Wünschen
Ihr Peter Michel